Denkmäler

Batardeau        

Adresse: Am Mühlengraben, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung:  RE 2, 4, 6, RB 10, 13, 14, S 9, 75; U7; Bus M32, M37, M45, X33, 130, 134, 135, 136, 236, 237, 337, 638, 671


Im Stabholzgarten hinter dem Rathaus befinden sich Reste einer alten Wehranlage, die einmal mehr daran erinnern, dass Spandau einst eine Festungsstadt war. Vom lateinischen Begriff für Wehr (berum) leitet sich auch der manchmal gebräuchliche Name Bär für das Batardeau ab. Das Bauwerk stammt aus der Zeit zwischen 1842 und 1845, als die gesamte Befestigung rund um die Spandauer Altstadt erneuert wurde. Das Batardeau stand zwischen Festungsgraben und Mühlengraben. Über einen Schieber war es möglich, das Wasser auf die jeweils benötigte Seite zu leiten. So konnte der Wasserstand in beiden Gräben reguliert werden.

Bogenschütze  

Adresse: Niederneuendorfer Allee 12, 13587 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 135, 139

 

Im Jahr 1934 feierte die "Schützengilde Spandau" ihr 600. Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlass wurde am 24. April 1935 auf dem 1912 bezogenen Grundstück des Traditionsvereins in der Mitte eines Rondells der Einfahrt ein Denkmal errichtet, das einen Schützen aus mittelalterlicher Zeit zeigt. Das Denkmal ist von dem Bildhauer Emmerich Oehler geschaffen worden. Inschrift der Tafel an der Vorderseite: "600 Jahre Schützengilde zu Spandau. 1334-1934"

Denkmal Befreiungskriege        

Adresse: Reformationsplatz, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: U7, Bus 130, 134, 135, 136, 137

 

Das von Karl Friedrich Schinkel entworfene Denkmal neben der St.-Nikolai-Kirche in der Spandauer Altstadt ist das älteste Denkmal des Bezirks. Es erinnert an die Spandauer, die während der Befreiungskriege 1813 bis 1815 und beim „Sturm von Spandau“ am 20. April 1813 ihr Leben verloren. Das Denkmal besteht aus zwölf miteinander verbundenen eisernen Lanzen mit brennenden Bomben. An den Lanzen, die mit einem eisernen Dach versehen sind, sind vier mit Ritterhelmen geschmückte Wappenschilder angebracht. Sein heutiges Aussehen erhielt das Denkmal im Zuge einer Restaurierung im Jahr 1995.

Denkmal für die deutsche Brieftaube  

Adresse: Falkenseer Damm/ Flankenschanze, 13585 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung:  Bus M37, 137



Im Gedenken an die Leistungen der Brieftauben im Ersten Weltkrieg wurde am 20. August 1939 das von dem Bildhauer Georg Roch geschaffene Denkmal enthüllt. Die Skulptur bestand aus einem ca. 3,80 m großen Findlingsblock auf dem 25 auffliegende Brieftauben montiert waren. 1942 wurden die Brieftauben eingeschmolzen. Nach dem Krieg wurden 1963 die Tauben-Plastiken von Paul Brandenburg neu geschaffen. Das Denkmal stand früher im Wröhmännerpark. Nach der Neugestaltung der Parkanlage wurde das Denkmal an den Falkenseer Damm verlagert.

Denkmal Gefallene der Siemenswerke               

Adresse: Nonnendammallee 101, 13629 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 123, U7

 

Das in Form eines abgesenkten Hofes errichtete Denkmal zur Erinnerung an die in den beiden Weltkriegen gefallenen Siemens-Mitarbeiter (Siemens-Ehrenmal) befindet sich an der Kreuzung Rohrdamm /Ecke Nonnendammallee. Eine 24 × 28 Meter große Platzfläche ist mit Granitplatten ausgelegt; begrenzt wird dies durch eine rund 1,80 Meter hohe Umfriedung aus Muschelkalkstein mit Hintermauerungssteinen. Der tiefer gelegene Gedenkplatz selbst ist über sechs Stufen von der Nonnendammallee aus zugänglich. Erste gestalterische Ideen für ein Mahnmal gab es schon 1921 mit dem Ziel einer Einweihung zum Jahr 1922. Das Ehrenmal wurde aber erst Jahre später nach einem Wettbewerb durch Hans Hertlein gestaltet, die Einweihung erfolgte am 5. August 1934 durch Carl Friedrich von Siemens. An drei der vier Wänden des Hofes sind auf 118 gusseisernen Platten die Namen aller 2989 Gefallenen nach Kriegsjahren geordnet aufgeführt.1994 ließ die Firma Siemens die gesamte Gedenkstätte restaurieren.

Die Wacht          

Adresse: Grünanlage Stabholzgarten, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung:  RE 2, 4, 6, RB 10, 13, 14, S 9, 75; U7; Bus M32, M37, M45, X33, 130, 134, 135, 136, 236, 237, 337, 638, 671


Das Denkmal wurde dem 5. Garde-Grenadier-Regiment gewidmet, das über 4000 Tote zu verzeichnen hatte. Die Plastik stammt von August Schreitmüller und wurde am 21. Mai 1922 enthüllt.

Dorfkirche (Staaken)    

Adresse: Nennhauser Damm 72, 13591 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: M32

 

Erbaut wurde die Kirche vermutlich im 13.Jahrhundert. Ein Brand 1433 zerstörte die Kirche und in den Folgenden Jahren wurde sie wiederaufgebaut und in gotischen Formen gestaltet. Seit der Öffnung der innerdeutschen Grenze können wieder alle Besucher die Kirche betreten.

Erinnerung an die Spandauer Synagoge              

Adresse: Lindenufer 12, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: U7

 

Die Synagoge wurde 1895 erbaut und im Dritten Reich zerstört. Der Text der Gedenktafel lautet: "Erste eigene Synagoge der jüdischen Gemeinde Spandau. Erbaut 1895, Kammerstraße/Lindenufer 12 - Das jüdische Gotteshaus wurde während der Pogrome des 9. November 1938 von den Nationalsozialisten zerstört. Zur mahnenden Erinnerung."

Erinnerungsstein Deutsche Teilung       

Adresse: Falkenseer Chaussee, 13589 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 137, 337

 

Am 3. Oktober 1994 wurde südlich der Falkenseer Chaussee – genau auf der Grenzlinie von Spandau und Falkensee – ein Findling als Erinnerung an die langen Jahre der deutschen Teilung aufgestellt. Der vier Tonnen schwere Findling war vom Spandauer Steinmetzmeister Karlheinz Schafhausen gestaltet worden.

Flora     

Adresse: Betckestraße, 13595 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 136, 236, 131

 

Das Sozialpolitische Denkmal erinnert an die Wohnungsnot nach dem ersten Weltkrieg und die Anstrengungen der Stadt zur Behebung derselben. Das Denkmal wurde von Bildhauer Georges Morin aus Muschelkalkstein gefertigt. Die Skulptur zeigt die altrömische Göttin der Blüten kniend auf einem viereckigen Sockel. Dabei hält sie ein Füllhorn hoch und entleert dieses.

Fluchthelfer Dieter Wohlfahrt  

Adresse:

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 136

 

 

 

Gedenkkreuze

Adresse:

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 136

 

 

 

 

Gedenktafel 12 jüdischer Spandauer   

Adresse: Feldstraße 8, 13585 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 671, M45, 134, 137, M37

 

Anlässlich einer Stiftung der Familie Sternberg wurde das Gebäude Feldstraße 8, benachbart dem Wohnsitz von Rabbiner Löwenstamm in der Feldstraße 11, im Jahr 1929 ein jüdisches Altersheim. Nach der Pogromnacht vom 9. November 1938 mussten hier jüdische Spandauer Familien einziehen und auf engstem Raum leben. Auszug aus der Inschrift: "Zwölf der Bewohnerinnen und Bewohner wurden in den Jahren 1942–1944 von den Nationalsozialisten deportiert und in den Tod geschickt:"

Gedenktafel Adler-Apotheke  

Adresse: Carl-Schurz-Straße 39, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: U7

 

Alles soll moderner werden in Berlins ältester Apotheke. Der Verkaufsbereich wird umgebaut und auch das Lager modernisiert. Seit 385 Jahren existiert der Betrieb an der Carl-Schurz-Straße 39. Firmeninhaber Jörg Vogel führt die Apotheke in der Spandauer Altstadt in vierter Generation. Erster Besitzer der Adler-Apotheke war Christoph Piper von Bernau. Er erhielt das Privileg vom damaligen Kurfürsten Johann Sigismund. In der Urkunde heißt es: "Wir Bürgermeister und Ratsmannen der Stadt Spandau tun hiermit kund für uns, alle unsere Nachkommen im Rat und sonst jedermann, die diesen Brief lesen, sehen oder lesen hören, dass wir unter dienstlichen Ansuchen des ehrenfesten und kunstreichen Christoph Piper von Bernau, nach gehaltenem weisen Rat und einhelligem Beschluss ihn zu einer Apotheke auf- und angenommen und dieselbe ihm und seinen Erben erblich zugesagt und verschrieben haben". Der noch immer gut lesbare Erlass aus dem Mittelalter befindet sich heute im Besitz von Jörg Vogel . Er übernahm das Geschäft im April 1997 von seinem Vater Horst Wolf Vogel.

Gedenktafel Arthur Löwenstamm         

Adresse: Feldstraße 11, 13585 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 671, M45, 134, 137, M37

 

Arthur Löwenstamm (1882–1965) war von 1917 bis 1938 der erste ständige und auch der letzte Rabbiner der Jüdischen Gemeinde in Spandau. Es gelang ihm im Februar 1939 nach Großbritannien zu emigrieren, nachdem er zuvor im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert und gefoltert worden war. Er starb 1965 im Alter von 82 Jahren. Die vor seinem ehemaligen Wohnhaus aufgestellte Gedenktafel wurde am 9. November 2005 enthüllt. Da die Anbringung am Haus vom Eigentümer nicht gestattet wurde, steht die Tafel davor auf dem Bürgersteig.

Gedenktafel der 4 homosexuellen Polizisten   

Adresse: Moritzstrasse 10, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 134, 136, 137, 236, 337, 671, M37

 

Am 14. April 2011 wurde vom damaligen Berliner Innensenator Ehrhart Körting und dem Berliner Polizeipräsidenten Dieter Glietsch am Gebäude des Polizeiabschnitts 21 eine Tafel zum Gedenken an die Hinrichtung von vier Spandauer Polizisten zu Zeiten der NS-Herrschaft enthüllt. Otto Jordan, Reinhard Höpfner, Willi Jenoch und ein Mann mit dem Namen Bautz, dessen Vorname nicht bekannt ist, wurden am 24. April 1945 nicht weit von dem Ort der Gedenktafel hingerichtet, weil sie homosexuell waren, und dann namenlos vergraben. Diese Gedenktafel wurde stellvertretend im Gedenken an alle homosexuellen Opfer der Verfolgung durch das NS-Regime zur Mahnung am Ort des Geschehens aufgestellt.

Gedenktafel Ernst Ludwig Heim             

Adresse: Reformationplatz 2, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: U7

 

Ernst Ludwig Heim war von 1776 bis 1783 Spandauer Stadtphysikus (Amtsarzt). Er wurde zum populärsten Volks- und Leibarzt in Preußen. Er behandelte Arme und Reiche und gilt als Mitbegründer des modernen Gesundheitswesens in Berlin. Die Pockenschutzimpfung wurde durch Heim gefördert und auch die Hausarztpraxis geht auf ihn zurück. 1822 wurde er zum Ehrenbürger von Berlin ernannt.

Gedenktafel Jüdenstrasse        

Adresse: Jüdenstraße 2, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 137, 130, 134

 

Die Gedenktafel erinnert daran, dass die Straße bis zum 17. September 1938 den Namen „Jüdenstraße“ trug, danach wurde sie von den Nationalsozialisten nach Gottfried Kinkel in „Kinkelstraße“ umbenannt.

Gedenktafel Julius Sternberg   

Adresse: Breite Straße 21, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: U7

 

In diesem Gebäude befand sich das "Kaufhaus M.K. Sternberg" Sein letzter Eigentümer, Julius Sternberg 7.12.1879 - 25.7.1971, Vorsteher der jüdischen Gemeinde Spandaus von 1922 bis 1935, wurde mit seiner Familie von den Nationalsozialisten verfolgt und zur Aufgabe des Geschäfts gezwungen. Die Sternbergs emigrierten 1939 nach Kolumbien und kehrten nach dem Ende der NS-Herrschaft nach Spandau zurück.

Gedenktafel Karl-Heinrich         

Adresse: Falkenseer Platz/ Am Juliusturm, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 136, 236

 

In der ersten deut­schen Republik war Heinrich Leiter der Polizei­inspektion Linden, wurde nach dem sogenannten "Preußenschlag" am 20.7.1932 - der unge­setzlichen Entmachtung der demokratischen preußischen Regie­rung - in den Ruhe­stand versetzt. Der Spandauer "Reichs­banner"-Füh­rer Hein­rich wurde wegen sei­ner Aktivi­tä­ten 1936 ver­haftet, im März 1937 vom Volks­gerichtshof zu sie­ben Jah­ren Zuchthaus verurteilt, dann in Zuchthäusern und in Konzen­tra­tions­lagern inhaf­tiert. Am 18. Mai 1945 wurde er von der so­wjeti­schen Besat­zungsmacht zum Kom­man­deur der neu aufge­stellten Ber­liner Schutzpolizei ernannt. Ohne An­gabe von Gründen am 2. Au­gust verhaf­tet, starb er am 3. Novem­ber 1945 im sowjetischen Speziallager Hohen­schönhau­sen „an der Paralyse lebenswichtiger Organe“. Seine Leiche wurde in nahegelegenen Karbidkalkgruben „verscharrt“. Die Tafel befindet sich auf einem Ge­denk­stein aus rotem Sand­stein an der Nordwest­ecke der Brücke. Der Stein wurde ursprünglich Anfang Mai 1962 auf dem Falkenseer Platz aufgestellt (Der Telegraf, 9.5.1962).

Gedenktafel Maueropfer          

Adresse: Carl-Schurz Straße 2, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 130, 137, 134, 135, 136, U7

 

Durch Gerhard Scheibe künstlerisch gestaltetes Gedenkrelief aus Metall im Rathaus Spandau (Erdgeschoss), das an die Toten an der Berliner Mauer erinnert (Leihgabe Fester). Inschrift: "28 Jahre / 75 Tote"

Gedenktafel Regimentslazarett Spandau           

Adresse: Moritzstraße 9, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: RE 2, 4, 6, RB 10, 13, 14, S 9, 75; U7; Bus M37, 137, 337

 

Die Gedenktafel erinnert an das früher hier befindliche Regimentslazarett; ein (größeres) Militärlazarett wurde Anfang des 20. Jahrhunderts am Askanierring 166 (heute: Flankenschanze 46) gebaut. Inschrift (Text in Versalien): "1784 / Als Lazarett erbaut / für das Regiment / Prinz Heinrich nach / mancherlei Schicksal / und Verfall im Jahre / 1965 abgebrochen / 1967 / neu erbaut durch / den Spandauer Bürger / Dr. Wilhelm Reimann"

Gedenktafel Tote der Weltkriege          

Adresse: Carl-Schurz-Straße 2, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: RE 2, 4, 6, RB 10, 13, 14, S 9, 75; U7; Bus M32, M37, M45, X33, 130, 134, 135, 136, 236, 237, 337, 638, 671


Gedenktafel im Rathaus Spandau (Erdgeschoss), die an die Opfer der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts und die Opfer der Gewaltherrschaft erinnert. Inschrift (Text in Versalien): "Den Toten der Weltkriege / 1914–1918 • 1939–1945 / und den Opfern der / Gewaltherrschaft / zum Gedächtnis"

Gedenktafel Widerstand im Drittem Reich        

Adresse: Am Wall 3, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: U7

 

Die Gedenktafel befindet sich in der Altstadt Spandau Am Wall 3. Die Inschrift lautet: "Zur Erinnerung an alle Menschen, die in der Zeit von 1933 bis 1945 der Diktatur in Deutschland Widerstand leisteten, indem sie unter Einsatz ihres Lebens für das Recht und gegen das Unrecht eintraten. Ihnen zum Dank - uns zur Mahnung."

Gefallene des 5. Garde-Regiments (1923)         

Adresse: Hohenzollernring 166, 13585 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 337

 

Das Denkmal erinnert an die im Ersten Weltkrieg gefallenen mehr als 4500 Mannschaften und 160 Offiziere des 5. Garde-Regiments zu Fuß. Das zum 1. Oktober 1962 aus verkehrstechnischen Gründen versetzte Denkmal besteht heute nur noch aus Teilen des Sockels mit Pfeiler aus märkischem Sandstein, der jedoch ursprünglich hoher (4,8 Meter) und mit einem auffliegenden Adler (2,5 Meter) bekrönt war. Der Adler, entworfen von dem Bildhauer Christian Behrens, wurde erst nach 1962 entfernt. Der Verbleib ist unbekannt.

Kniender Engel (in den Kissen)

Adresse: Pionierstraße 82, 13589 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 134

 



Der Friedhof wurde am 17. November 1886 eröffnet. Die damals eigenständigen Stadt Spandau benötigte einen neuen Platz für Begräbnisse. Diese waren zuvor ausschließlich auf mehreren kleinen Kirchhöfen der Stadt vorgenommen worden. Hinzu kam, dass die Leichenzüge durch die Hauptstraßen von Spandau ziehen mussten. Im Jahr 1886 hatte die Ortspolizei bestimmt, dass der kürzeste Weg durch die Stadt zu nehmen sei. Deshalb war ein Friedhof weit vor den Stadttoren gewünscht. Außerhalb der Stadtgrenzen Spandaus gab es einen kirchlichen, einen kommunalen und einen jüdischen Friedhof. Der etwa 20 Jahre zuvor von der Stadt angelegte Kommunalfriedhof war zunehmend überfüllt. So erwarb die Stadt ein anfänglich 5,2 Hektar großes Gelände im Bereich nördlich des Falkenhagener Weges (seit 1896 Pionierstraße) für einen städtischen Großfriedhof. Auf dem Friedhof steht ein Podest oben der kniende Engel. Die Inschrift lautet: „Den Manen der fuer das Vaterland gefallenen braven Soehne Spandaus zur steten Erinnerung gewidmet in dankbarer Anerkennung“. Material: Kalksandstein, Künstler Stifter: Ernst Friedrich Schulze.

Kurfürst Joachim II        

Adresse: Reformationsplatz, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: U7, Bus X33

 

Am 1.November 1539 trat Joachim 2 in den Spandauer ST-Nikolai-Kirche zum protestantischen Glauben über. Aus den Händen des Brandenburgischen Bischof Matthias von Jagow empfing er das heilige Abendmahl. Errichtet wurde das Denkmal von Erdmann Eucke 1889. Damals jährte sich der Übertritt des Kurfürsten zum protestantischen Glauben zum 350- sten Mal. Reliefplatte links: Joachim II in einem Gespräch mit Martin Luther, Philipp Melanchthon und Johannes Agricola. Reliefplatte rechts: Joachim II empfängt das Abendmahl durch den Bischof von Brandenburg, Matthias von Jagow. Reliefplatte hinten: Zeigt die Mutter von Joachim II, Kurfürstin Elisabeth und seinen Bruder Johann. Inschrift an der Sockelvorderseite: Dem Kurfürsten von Brandenburg, Joachim II., am 350. Gedenktage des am 1. November 1539 in der St. Nicolaikirche zu Spandau geschehenen feierlichen Uebertritt dieses Fuersten zum evangelischen Glauben errichtet 1889.

Mahnmal am Lindenufer            

Adresse: Am Lindenufer, 13597 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: RE 2, 4, 6, RB 10, 13, 14, S 9, 75; U7; Bus M32, M37, M45, X33, 130, 134, 135, 136, 236, 237, 337, 638, 671


Das Mahnmal am Lindenufer wurde 1989 errichtet und erinnert an die Spandauer Synagoge. Sie stand am Lindenufer / Ecke Kammerstraße und wurde in der Progromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 durch Brandstiftung zerstört.

Meilenstein Falkenseer Damm (1960)  

Adresse: Falkenseer Damm, 13585 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus M37, 137

 

Mit dem bearbeiteten rund einen Meter hohen Findling werden an der Abzweigung vom Falkenseer Platz auf den Falkenseer Damm die Entfernungen nach Falkensee bzw. nach Berlin angezeigt. Der Stein ist eine Stiftung des Spandauer Wirtschaftshofs. Seine Einweihung erfolgte am 11. November 1960. Inschrift (Ostseite): "Falkensee / 7,5 km", Inschrift (Westseite): "Berlin / 14,5 km"

Orientierungsplastik

Adresse: Falkenseer Chaussee/ Steigerwaldstrasse 33, 13583 Berlin

Barrierefrei: ja

Verkehrsanbindung: Bus 130, 137, 337, M37



Mit der von Ursula Hanke-Förster geschaffenen Hinweis- und Orientierungsplastik aus Metall wird an den Bau der ab dem Jahr 1962 errichteten Großsiedlung Falkenhagener Feld erinnert; die Höhe der Freiplastik beträgt rund vier Meter.