Kunst- und Keramikscheune SchaMottchen

Das SchaMottchen

Vom Schandfleck zum Kleinod
Wie aus der ehemaligen Teppichscheune das „SchaMottchen“ geboren wurde.

Als Funktionsgebäude für einen angedachten Wochenmarkt konzipiert, wurde Anfang der Neunziger Jahre das Gebäude des heutigen SchaMottchen in Klinkerbauweise gebaut. Allerdings kam diese Idee des Wochenmarktes nie zur Umsetzung. Bis auf einige wenige Flohmärkte, fand auf dem angrenzenden Parkplatzgelände nichts statt. 1995 zog ein Teppichhändler ins Gebäude ein und blieb dort bis 2009. Allerdings verfielen der hintere, ungenutzte Gebäudeteil und der Innenhof zusehends.

Nachdem der ehemalige Besitzer der „Teppichscheune“ Konkurs anmelden musste, stand der gesamte Komplex im Fokus von Sprayern und Randalierern. Er wurde zu einem echten Schandfleck und das ausgerechnet am Rande des Angerdorfes Alt-Marzahn, wo es jedem Passanten von der Landsberger Allee sofort ins Auge fiel.

Die "Teppichscheune" vor der Übernahme

Rückseite zur Landsberger Allee vor der SanierungAlte Teppichscheune

Das SchaMottchen nach dem Umbau

neu gestalteter InnenhofbereichNeuer Eingangsbereich

2010 kaufte der AGRARBÖRSE Deutschland Ost e.V. das Gebäude nebst Grundstück und brauchte mehr als 2 Jahre mühevoller Detailarbeit, um aus diesem runter gewirtschafteten Anwesen, unser „SchaMottchen“ entstehen zu lassen. Es wurde eine Kunst- und Keramikscheune erschaffen, die in ihrer Ausstattung und ihren Angeboten etwas ganz Besonderes und Unverwechselbares darstellt. Der Name „SchaMottchen“, ist für den Laien zuerst unverständlich, wird aber meist sofort hinterfragt, von uns beantwortet und bleibt dadurch bei vielen Besuchern im Gedächtnis haften „Keramikstübchen“ wollten wir nun wirklich nicht genannt werden!

Der Name Schamottchen

Mit Schamotte bezeichnet man bereits gebrannten und gemahlenen Ton, in unterschiedlicher Körnung, welcher dem frischen Ton zugemischt wird, um ihn bildsamer und formbarer zu machen. Diese Tonart wird bei unseren Aufbaukeramikkursen überwiegend eingesetzt. Da wir kein Großraumatelier sind, war der Name schnell gefunden, „SchaMottchen“ – das passte. Es ist somit die dritte Keramikwerkstatt, welche durch die AGRARBÖRSE betrieben wird. Gleich nebenan, auf dem KulturGut, befindet sich die alte Keramikwerkstatt. Sie war in der Vergangenheit schon mit ihrer „Mobilen Werkstatt“ in ganz Marzahn-Hellersdorf unterwegs und sorgte in vielen Senioreneinrichtungen für Abwechslung und Freude bei kreativem Wirken.

Heute ist diese Werkstatt ein Standort der Jugendkunstschule des Bezirkes und bietet außerdem zahlreiche Angebote zum Töpfern für Alt und Jung an. Viele Kitas, Schulklassen und Familien aus dem näheren Einzugsgebiet nutzen diese Angebote.

 

Eine weitere Keramikwerkstatt betreibt die AGRARBÖRSE im Kunsthaus Flora.